Sonntag, 2. Juni 2013

Zu Gast in Leipzig

Eine alte Freundin hat Geburtstag. Fünf alte Freundinnen fahren zu ihr nach Leipzig und statten ihr einen Besuch ab. Eine Freundin reist aus Heidelberg an, eine aus München, eine aus Memmingen, eine aus Regensburg und eine aus Nürnberg.

Die Freundin wohnt in einem wunderschönen Altbau, die Eingangstüre ist dunkel und schwer. Vor der Haustüre steht ein altes Fahrrad.

Die Fünf Freundinnen bereiten eine bayrische Brotzeit vor, weil sie denken, ihre teure Freundin würde dies vielleicht vermissen, dort oben in Sachsen. Sie bringen einen Blumenstrauß mit und ein paar andere Sachen. Eine Freundin schreibt eine wunderschöne Karte.

In dieser sowie auch in jeder anderen Wohnung meiner Freunde finde ich dieses Bild vom Sommer, als wir alle zusammen in der Schweiz waren. Und jedes Mal entzückt es mich.
Abends spazieren wir durch Leipzig. Wir machen eine Pause in einem Park und beschließen, bald alle zusammen nach Leipzig zu ziehen. Wir spazieren weiter und finden die Wohnung, in die wir ziehen würden: die in dem Eckhaus, mit dem süßen Balkon und mit der roten Balkon-Türe.
Am nächsten Tag gehen wir zum Frühstücken. Dort sieht es improvisiert und wunderschön aus. Anschließend auf einen Flohmarkt: Wir kaufen alte Fotoalben und einzelne alte Fotos, viele gleiche Rucksäcke, leere Chemie-Behälter und einen Eintausend-Mark Schein.
Ungefähr eine Stunde verbringen wir in einem alten Fotoautomaten. Denn natürlich möchte jede der sechs Mädchen einen Abzug. Wir fahren mit der Tram an einem Markt vorbei, dessen Verkäufer gerade zusammenräumen. Wir steigen aus und bekommen Grünspargel, Blumenkohl, Radieschen, eine Zucchini, eine Aubergine und Salat geschenkt. Damit bereiten wir ein Festmahl zu.
Später ziehen wir unsere Dortmund-Trikots an.

Am Montag kommt eine SMS.
„Trabbies, Mozartmärsche und vergessene Stirnbänder, die ich während dem Tatort entdeckte, haben mich gestern noch oft an euch denken lassen. Danke für alles und vor allem für das große Stückchen Heimat, das ihr mir in die große Stadt gebracht habt!“

Danke Dir, dass wir deine Gäste sein durften.
Ihr lieben Freundinnen, ich bedanke mich auch für ein großes Stückchen Heimat.
Das war ganz wunderbar.












 

Sonntag, 19. Mai 2013

Zu Gast bei Mona

Am Mittwoch sind wir bei der Mona zum Sushi-Selber-Machen eingeladen.
Das ist schön, wir freuen uns und bringen Dir einen Blumenstrauß mit.

Jedes Mal wenn wir mit dem Fahrrad zu Dir fahren finden wir das Haus, in dem Du wohnst, nicht mehr. Es liegt in einer Straße hinter dem Bahnhof... irgendwo da.
Hohe Decken habt Ihr. Im Arbeitszimmer ist eine Wand mit einer wunderschönen Tapete verziert. Wir finden Bilder von einem gemeinsamen Uralub an dieser Wand. Macht nichts, dass Du diese Bilder erst heute aufgehängt hast!
Gipshände hast Du geformt. Und sie an die Wand geschraubt. Daran hängst Du Deinen Schmuck auf. Toll sieht das aus!
In der Küche stehen Du & Yasmin und Ihr bereitet das Sushi vor. Dann helfen wir Euch. Und wir bereiten viel zu viel vor. Wir und die vier weiteren Gäste, die später kommen sollten, verspeisen nur etwa die Hälfte davon und so muss jeder noch mindestens eine Rolle mit nach Hause nehmen.

Im Gang stehen circa 10 Geweihe. Du erklärst uns welche besonders wertvoll sind. Eigentlich wolltest Du sie auf dem Flohmarkt verkaufen. Aber niemand wollte sie. Wir finden das kleine Herzen-Geweih am schönsten. An Eurer grün-weißen Wand koennen wir es uns gut vorstellen.

Im Gehen sage ich Dir nochmal, wie schön ich dieses Geweih finde.
Am nächsten Tag bringst Du es mir mit in die Hochschule.
Hinten drauf steht: Liebe Maria. Danke, dass es Dich gibt <3 Mona.

Liebe Mona. Danke, dass es DICH gibt.
Kai & Maria.













Montag, 8. April 2013

Zu Gast im Allgäu.

Allgäu ist Heimat & Heimat ist was ganz schön Schönes.
Zusammen überlegen wir uns, ob Heimat Kindheitserinnerungen sind.
Wir sitzen auf einem Jägerstand und schauen auf unser Allgäu.
Dann laufen wir zu deiner Kindheitserinnerung.
Dann pfückst du schöne Pflanzen.
Und dann laufen wir zurück.
Schön war das.




Sonntag, 10. Februar 2013

Zu Gast bei den Baumeisters


Einen sehr schönen Besuch hatte ich vor einigen Tagen in der Hauptstadt. Leider war es bitterkalt, doch die vielen kleinen Cafés und Läden rund um den Prenzlauer Berg haben uns zum Glück immer wieder aufgewärmt. Genauso wie der Winterspeck, den wir uns durch die Leckereien bei Papa Pane und Konnopke angefuttert haben. 

Gesättigt und geschafft war es dann Gott sei Dank nur noch ein Katzensprung zurück zu eurer gemütlichen Wohnung. Dort hat man dann die Qual der Wahl: die graue Couch oder die wunderbaren Stühle in der Küche? Wir haben uns für die Küche entschieden und den Abend mit einem Gläschen Vino ausklingen lassen.

Vielen Dank für die Gastfreundlichkeit!












Samstag, 19. Januar 2013

Zu Gast in London

Für acht Millionen Menschen fahren Taxifahrer im Kreis. Seht ihr den Mann in dem Laden ganz rechts? Für acht Millionen Menschen fahren Züge irgendwohin, acht Millionen Menschen steigen irgendwo ein und irgendwo aus. Und am nächsten Tag wieder irgendwo ein. Keiner der acht Millionen Menschen sieht einen anderen der acht Millionen Menschen. An einer Straßenkreuzung kreuzen sich Straßen, acht Millionen Menschen überqueren die Kreuzung. Alle auf einmal. Acht Millionen Menschen gehen acht Millionen verschiedene Wege.
Ich kenne vielleicht zehn von diesen acht Millionen Menschen und ich bin bisher vielleicht drei von hundert möglichen Wegen gegangen und ich war in zwanzig von wasweißichwievielen Pubs. Ich mag diese zehn Menschen sehr, die drei Wege die ich gegangen bin haben mich zu unzählig vielen schönen Dingen geführt und ich bin mir sicher ich gehe irgendwann in meinen wasweißichwievielten Pub.




Sonntag, 25. November 2012

Zu Gast bei der Kim


Letztes Wochenende war ich bei dir in Würzburg. Hier am Main hast du es dir für die nächsten Jahre deines Studiums gemütlich gemacht. Deine kleine Wohnung im Dachgeschoss ist, nach langem Sammeln auf Flohmärkten und urigen Möbellagern, perfekt eingerichtet. Antique Möbel und moderne Stücke machen dein neues Zuhause einfach einzigartig. Zum Glück bist du meine Schwester, denn wenn ich ganz lieb bitte, vermachst du mir vielleicht irgendwann mal ein besonderes Stück! Die Fliegerlampe oder deinen Schreibtischstuhl, die Gewürzfächer oder möglicherweise deine rote Kappe?

In Würzburg gibt es die besten Hörnle weit und breit. Und deswegen habe ich dir eine leckere Brombeermarmelade mitgebracht.Gestärkt vom Frühstück, machen wir uns bei Eiseskälte durch die kleinen Gassen Würzburgs auf den Weg zur Residenz.  Der idyllische Garten dahinter lässt einen fast glauben, man wäre in Paris unterwegs. Danach zeigst du mir das kleine, gemütliche Café "2/4". Dort gibt es keinen Teller doppelt, jeder Stuhl, jedes Kissen ist anders. Wir verspeisen eine Zitronentarte, einen Double Fudge Chocolate Cake und trinken dazu einen frischen Minztee. 

Am Abend wärmen wir uns die Bolo vom Vortag auf und setzen uns die Aufgabe in den Kopf, jetzt sofort Plätzchen zu backen. 

Es war einfach nur herrlich, ein schönes Wochenende mit einer tollen Gastfreundin.
Vielen herzlichen Dank.